Freitag, 29. August 2014

Zauberer der Smaragden... insel!

Ich weiß, ich weiß. Es ist lang her. Aber ich bleibe meinem Ein-Blogeintrag-pro-Monat-Rhythmus treu und schreibe heute graaade noch so im August. Tata!
Es ist nicht so irre viel los gewesen diesen Monat, aber Ende Juli war ja Famiiiiiiilienurlaub! Und da der Vatti verlangt hat zu erfahren, wie sein Urlaub gewesen ist, werd ich das mal zusammenfassen. :)

Ist schon wieder so lange heeeer.. Als wär es nur ein Traum gewesen. Aber da, wo mein letzter Blogeintrag aufhört, kamen die Drei an, Eltern und Schwester aus Deutschland und der Schweiz. Ich war n bissl krank, wie sich das für den Beginn des Urlaubs gehört, aber war nich so wild. Am Samstag sind wir auf meine Arbeit gegangen, haben uns die Gallery angeguckt, die aktuellen Ausstellungen und die Restaurierung. Da haben wir uns heimlich reingeschlichen und ich hab meinen insgesamt recht unspektakulären Arbeitsplatz gezeigt, hehe. Da Wochenende war, waren auch keine Kollegen da. Aber nu haben Mutta, Vatta und Kati eine Idee, wo ich mich hier die ganze Zeit so aufhalte und Wunder an der Kunst wirke. Die meiste Zeit haben wir allerdings im Museumshop verbracht. Der ist nämlich traumhaft. Oder besser gesagt, die vier Museumshops sind traumhaft. Und wo wir schon mal da waren, sind wir nach dem Gallerybesuch gleich noch an die Mall spaziert, um das Capitol und diese ganzen Klassiker anzugucken. Da sind wa - ohne Kati, die macht das Foto.


Am Sonntag gings dann nach gemütlichem Frühstück und entspanntem Packen looooos mit dem Mietwagensupertraumjeep ab nach North Carolina. Dort hatten wir ein Haus auf der Emerald Isle (Smaragd.. ihr versteht) gebucht für eine Woche. Oder 5 Tage. Am Freitag hatten Vatti und ich ja einen Konzerttermin in Virginia Beach. Aber der Reihe nach und ab nach North Carolina. Nach gut ner Stunde Fahrt haben wir eine Kehrtwende gemacht und sind zurück nach DC, weil iiiiiiiiirgendjemand die Konzerttickets vergessen hatte...... Unmöglich sowas! Aber wir waren ja noch nich so weit weg; war zu verkraften. Und jetzt kennen wir uns auf der Strecke der I-95 von DC bis Richmond, Virginia, bestens aus. Wer weiß, wann einem das noch mal zugute kommt..!
Ich muss überlegen, ob irgendwas auf der Fahrt passiert ist, was berichtenswert wäre...... Hm.. viele einsame leerstehende Häuser am Straßenrand. Konnte man gut sehen, wie die Leute hier in ihrem riesigen Land so leben. Wenn man sein Haus nich mehr mag oder es kaputt geht oder was, dann baut man 300m weiter eben ein neues und lässt das alte einfach stehen und verfallen. Ist ja genug Platz. Da denkt man sich manchma, ist eigentlich schön.. so viel Platz, großes Grundstück und so. Aber meiiiine Herren, die leben ja alle in der to-ta-len Pampa. Dann haste n schönes kleines Haus und es gibts nix an Zivilisation drumrum außer dem Highway vor der Tür. Also nee. Das kanns ja auch nich sein. In manchen Gegenden wars schon direkt ein bißchen gruselig mit diesen ganzen Geisterhäusern.
Ich sehe aber grade, ich habe keine Fotos von unterwegs, also kann da nix Spektakuläres passiert sein. Wir sind am Abend dann auf Emerald Isle angekommen und sind sofooort, nachdem wir das schnuckelige Strandhaus beguckt haben, an den Strand gesprinten und in die WARMEN Fluten gestiegen. Zumindest mit den Füßen rein.


Ooooooh, war das ein Traum. Ich möchte sofort zurück. Emerald Isle ist eine ganz schmale, längliche Insel und wir waren am schmalsten Punkt, hatten also das Wasser vor und hinter dem Haus ganz nah. Seufz.. ich lasse die Bilder sprechen............





Da is die Mutta mit dem Auto :). Und unsere schöne Veranda mit Blick auf den Ozean. Ach ja, da hätte man schon bleiben können.. so.. für immer. Haha. Der Himmel war ganz schön bewölkt die ersten paar Tage, aber das war wohl zu unserem Vorteil. Hat die Temperaturen erträglich gemacht. Aber es war immer noch schweiiiinewarm. Die letzten beiden Tage war dann doch noch sehr sonnig und wolkenloser Himmel, das war schon fast zu viel des Guten. Aber man will sich ja nicht über Sonne im Urlaub beschweren, nich?





Schön, nich? Da haben wir jeden Tag nett auf der Veranda gefrühstückt und dann den Tag mit Sonnen und Strand und Lesen und so herrlichen Dingen verbracht. Abends haben wir gepokert oder amerikanisches Trivial Pursuit gespielt (um die Wette raten und großzügig Tips geben - nur der Vatta wusste natürlich immer allet.. außer Football. Ich mein, keiiiiiin Mensch auf diesem Planeten interessiert sich für diesen Sport - nur die Amis. Tolles "Allgemeinwissen".. pff!).
An zwei Tagen hab ich mit der Mutta und mit Kati einen Ausflug gemacht. Einmal gings auf die benachbarte Dingsbums-Insel. Hab den Namen vergessen. Jedenfalls gibts da freilebende Wildpferde, und das durfte sich die Werthmädchen natürlich nicht entgehen lassen. Hat ganz schön heftig geregnet, als wir da angekommen sind, aber wir hatten Glück und haben ein paar Pferde gesehen. Drei Stück sind auf dem folgenden Suchbild zu finden:


Das war soooo toll, dass wir am nächsten Tag, als dann auch strahlendes Sonnscheinwetter war, noch mal dorthin sind. Und wieder gabs ein paar Poniiiiiiiies! Boah, die Insel war ein Traum. Der Strand und das tolle Wasser... Herrlich.




Irgendwann, als wir schon wieder auf dem Rückweg zur Anlegestelle für die Fähre waren, hab ich nen verpassten Anruf auf meinem Handy gesehen. Eine Aufforderung der Betreiber der Fähre, daß wir uns beeilen sollen, die Insel zu verlassen, weil ein Sturm aufkommt. He? Überall traumhaft blauer Himmel, kein Wölkchen am Horizont zu sehen.. aber gut, wir waren ja eh für die nächste Fähre angemeldet. Und dann gings auf einmal ganz schnell.. in null komma nix war da eine grau-schwarze Wolkenwand aufzogen. Die sah soooo gruselig aus. Und dann gings los mit Wind und vereinzelten Blitzen und Donner. Also ein paar spektakuläre Gewitter haben wir auf diesem Urlaub auch erlebt, ej. Hier ist ein Bild von der Grusel-Wolkenwand....


Wetter is schon insgesamt was anderes hier in Amerika. Eine Schneeflocke beschert dir 3 Tage schneefrei von der Arbeit und dann kommt hier ma eben aus dem Nix so eine MONSTERSTURMWOLKE an. Tja, die amerikanischen Extreme kennen wir mittlerweile. "Mittel" gibts hier nicht :D.
Nach dem zweiten Pferdeinselbesuch sind wir dann weiter nach Wilmington gefahren, wo die Mutta einen Squardance-Club besucht hat.
 

Diese Squaredancer sind ja immer ein lustiges Völkchen. War sehr nett da. Auch wenn man in dem Tanzsaal sofort Kopfschmerzen gekriegt hat von der Klimaanlage.. LEUTE! Nur weil draußen 100 Grad sind, müssen drinnen nicht zum Ausgleich nur 10 sein. Ich werd das nie begreifen........

Wie auch immer. Während Mutta das Tanzbein geschwungen hat, sind Kati und ich draussen rumspaziert und wollten uns einen nahegelegenen Park angucken. Nur war nicht ganz klar, wie man da als Fußgänger hinkommt. Der Tanzsaal war direkt an einer Kreuzung und überhaupt besteht Wilmington irgendwie nur aus Häusern, die an einem Highway entlang verstreut sind. Und es gab weder Fußwege noch Fußgängerampeln. Hm. Wir sind also irgendwie über diese Kreuzung rübergerannt und haben dann mit Google Maps den Park gefunden.. durch den natürlich auch reichlich Straßen führen.. Wenn der naturbedürftige Amerikaner mal ein bisschen durchs friedliche Grün FAHREN will, nich?
Auf der Rückfahrt von Wilmington zur Emerald Isle sind wir dann noch ma schön in ein meeegamäßiges Gewitter gekommen mit Blitzen und Regen ohne Ende. War natürlich auch schon Nacht, also war das ganze besonders dramatisch. Einmal hat ein Blitz direkt in der Straße eingeschlagen ein paar 100m vor uns. DAS was HELL. Da waren wir am Ende dann doch ganz schön froh, wieder auf der Insel anzukommen und "Vatti allein zu Haus" wieder Gesellschaft zu leisten. Der hatte während des Sturms auch noch nen kurzen Stromausfall. Also, wettertechnisch war es wirklich nicht langweilig. Und auch sonst nicht. Eine Ameisenplage im Auto hatten wir auch mal. Iiiiiiih, wie in "Phase 4".... Selbst die Ameisen müssen hier übertreiben :D. Naja. Immer noch besser als Kakerlaken.
So. Letztes Erlebnis des Urlaubs: Vatti und ich sind am Freitag in Virginia Beach auf ein Dave Matthews Konzert gegangen. Wuhuuuu! Das Konzert war open air und wir hatten Plätze auf den Rängen, das war im Prinzip nur Wiese. Als wir beim Konzert ankamen, standen da alle mit ihren mitgebrachten Campingstühlen rum und wir Unerfahrenen dachten schon, neiiiiiiiiiiiinnn! Aber.. Die Amis wissen, wie das läuft, und hatten vorgesorgt. Und als wir auf dem Gelände waren, konnte man dort noch Stühle mieten. ..und Unmengen an Essen und Trinken und natürlich Faaaaanartikel kaufen. Wir haben uns mit den Stühlen begnügt.




Wieso hab ich da nicht mehr Fotos gemacht? Ulkich. Hier sind jedenfalls ein paar Eindrücke vom Konzert:


  video

Sooo ein Spaß. Komisch, auf einmal so viele Leute jeden Alters um sich zu haben, die diese Lieder auswendig kennen. Und wo wir gerade so schön in Dave-Matthews-Stimmung waren, sind wir am nächsten Tag, als Mutta und Kati uns in Virginia Beach abgeholt haben, nach Charlottesville gefahren, haben dort gegessen und den Vatti im berühmten "Millers" fotografiert. Da ist er! Neben Dave. Mit passendem Shirt und passender Mütze.


Um Mitternacht waren wir dann wieder zurück in DC und am Sonntag ging es für 3/4 der Werthmanns zurück nach München. So schnell ist eine Woche rum. Aber wo ich das alles so zusammengefasst lese, war das doch recht ereignisreich.

Die nächste Familienzusammenkunft ist dann wohl wieder Weihnachten. Ich glaube, vorher komm ich nicht noch mal nach Deutschland. Eveeeentuell im November nach Berlin. Seit heute hab ich eine Kurierfahrt nach KANADA, die ist schon in 2 Wochen, vom 9. bis 11. September. Und dann am 16. flieg ich nach Turin für ca. 4 Tage. Ins schöne Italien. Feier ich mein 1-jähriges Amerika-Jubiläum in Europa. He?! Also nächsten Monat gibt es wieder was zu berichten :).
Seit ein paar Tagen ist außerdem Dennis hier im Lande. Also Dennis aus meiner Klasse. Aus der Schule.. Wie lang ist das her?! Der ist jetzt visiting scholar an der Johns Hopkins University in Baltimore (hier umme Ecke) und bleibt für 4 Monate. Wie verrückt ist das? Morgen kommt er vorbei. Wir haben ja jetzt langes Wochenende dank Labor Day nächsten Montag. Juhuuu! Also, davon dann auch im nächten Beitrag.

Tataaa!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen